Grafik: Schriftzug klassische Osteopathie

Die Hände sind das einzige Werkzeug

Über die Klassische Osteopathie

Die Klassische Osteopathie ist ein vorwiegend mit den Händen arbeitendes Diagnostik- und Behandlungssystem, in deren Mittelpunkt der Mensch als Einheit steht.

Ziel der Osteopathie ist es, das Gleichgewicht, die lebensnotwendige Mobilität und Harmonie zu bewahren (Prophylaxe) oder wiederherzustellen (Therapie).
Dabei stützt sie sich auf vier Grundpfeiler, die in folgenden Kernsätzen zusammengefasst werden können:

Der Mensch ist eine Einheit. Alle Gewebe im Körper sind im Idealfall harmonisch miteinander verbunden und befinden sich in Bewegung. Das Gleichgewicht aller Systeme des Organismus ist gleichbedeutend mit Gesundheit.

Der Körper heilt sich selbst am besten.
Der Körper besitzt die Fähigkeit sich selbst zu regulieren und zu heilen. Störungen in der Struktur der Muskeln, Gelenke und Bänder können zu einer verminderten Funktionsfähigkeit der Organe führen. Der Osteopath spürt diese strukturellen Beeinträchtigungen auf und versucht, sie zu lösen. Wenn dies gelingt, normalisieren sich die funktionellen Abläufe wieder und die Selbstheilungskräfte werden mobilisiert.

Die Funktion erschafft die Struktur und die Struktur dirigiert die Funktion. Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren Funktion.
Dabei erschafft abnormaler Druck in einer Körperregion abnormalen Druck in einer anderen Körperregion. Die Funktionsstörungen verlagern sich und wirken sich auf andere Bereiche des Körpers aus.

Der Inhalt regiert die Hülle. Der Stellenwert der inneren Organe wird in diesem Zusammenghang für den Körper stets höher bewertet als die "Hülle", sprich das Muskel- und Skelettsystem. Dieses wird sich immer dem Inhalt anpassen.

Philosophie der Osteopathie
"Gesundheit zu finden sollte das Ziel des Osteopathen sein. Krankheit kann jeder finden."
dieser Meinung war der amerikanische Arzt, Dr. Andrew Taylor Still, der Begründer der Osteopathie (1828 – 1917).
Osteopathen verstehen Gesundheit als Gleichgewicht aller Systeme des Organismus.

Der menschlichen Körper als fließendes System
Still verglich den menschlichen Körper oft mit einem Fluss:
Immer wieder gelangen Zweige und Blätter in den Strom - ein ganz natürlicher Prozess.
Wenn sich in dem Fluss aber Hindernisse einbetten, können sich die Blätter und Zweige dort verfangen. Damit ist das Problem - eine Anstauung oder Blockade - vorprogrammiert.
Ähnliches passiert im menschlichen Körper. Der natürliche Strom wird durch die eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken, Organen und anderen Strukturen behindert, das Gewebe weniger durchblutet und der Stoffwechsel lokal gestört.

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